Erwerbsarbeit ist nicht alles! Zur Zukunft der Arbeit.

„ARBEIT“ – wenn wir das Wort hören, denken wir an Erwerbsarbeit.
Aber: Sich um Kinder und Pflegebedürftige kümmern, Nachbarschaft pflegen und bürgerschaftliches Engagement zeigen oder sich weiterbilden ist auch Arbeit, verdient Anerkennung und braucht Zeit.
Aus christlicher Sicht ist das Menschenrecht auf Arbeit unmittelbarer Ausdruck der Menschenwürde – und damit weit mehr als Erwerbsarbeit.

Wie verändert sich die Arbeitswelt in einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft, in der Wohlfahrtssteigerung nicht mehr gleichbedeutend ist mit steigendem Ressourcen- und Umweltverbrauch; in der die Entwicklung nachhaltiger Wirtschafts- und Lebensstile auch zu einer neuen BeWERTung von Arbeit führen muss?
Welche Visionen haben Wissenschaft, Kirchen, Betriebe und Verbände für den anstehenden gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess? Welches Verständnis von Arbeit brauchen wir in der Zukunft?

Die Soziologin und Psychologin Prof. em. Dr. Frigga Haug zeigt mit ihrer Vision der „Vier-in-einem-Perspektive“ eine gerechte Verteilung von Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Gemeinwesensarbeit und der Entwicklungschancen auf. Sie entwickelt ein Modell, das die vier Bereiche gleichberechtigt nebeneinander stellt und realpolitisch und emanzipatorisch gesellschaftsverändernd sein kann.

Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Arbeitnehmern und Kirche kommentieren die Perspektive von Frigga Haug aus ihrem Blickwinkel.

Hilft die 30-Stunden-Woche auf dem Weg zu einem umfassenden Verständnis von Arbeit? In der „Streit-Bar“  wird das Modell auf Herz und Nieren geprüft und überlegt, welcher Schritte es zu einer nachhaltigen und sozial gerechten Arbeitsgesellschaft bedarf.


5.Juni 2014, 10-16 Uhr

Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN
Albert-Schweitzer-Straße 113-115
55128 Mainz

Anmeldung: Bis 29. Mai 2014 bei Ilona Weiß
sekretariat@zgv.info

Veranstaltungsflyer zum Download